A) Implementierung eines Leitungs-Arbeitskreises
Einrichtung eines Arbeitskreises, der für die Konzeption des Projektes, die Zielplanung verantwortlich zeichnet und die Kontinuität des Projektes gewährleistet (Phase 2 und 3)[2].

Ziel: Zielformulierung, Projektplanung
Input: Grundzüge, Elemente und Entwicklung innerbetrieblicher Suchtprävention
Angebot: Beratung, Kurzseminare


B) Fachliche Inputs
Aller Erfahrung nach sind Alkoholprobleme ein Tabuthema - die Auseinandersetzung damit erregt Widerstand. Vorbereitend, parallel bzw. bereits als Aufgabe des Arbeitskreises, möchten wir nochmals nahe legen, zu überprüfen, wo noch Überzeugungsarbeit bei relevanten betriebsinternen Schaltstellen geleistet werden muss (Phasen 2 bis 5).

Ziel: Legitimierung betrieblicher Suchtprävention
Input: Verbreitung von Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit, Alkohol und Arbeitssicherheit,
Alkoholkonsum und Leistung,Betriebswirtschaftliche Kosten durch Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit,
Grundzüge innerbetrieblicher Suchtprävention
Angebot: Punktuelle Vorträge für spezifische Zielgruppen, Schriftliche Unterlagen,
Beratung und Schulung von Multiplikatoren


C) Fachliche Begleitung
Weiterbildung, Training und Coaching von Führungskräften (möglichst top down; vgl. Phase 4).

Ziele:
Sensibilisierung und Vermittlung von Grundwissen über Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit
(Verlauf, Folgeschäden etc.).
Fähigkeit zu Früherkennung, Gesprächsführung (Konstruktive Konfrontation),
Hilfestellung und Handlungsplanung.
Kenntnis, Konsens und Praktizierung eines betrieblichen Interventionsprogramms

Angebot:
Einführungsseminare
Gesprächsführungstraining
Transferberatung, Coaching und Supervision in regelmäßigen Abständen


D) Implementierung eines Peer-Education-Systems
Breite Information und Aufklärung (Phase 6)

Ziele: Grundlegendes Wissen über alkoholbedingte Gefahren,
Hilfsmöglichkeiten und die Praxis der innerbetrieblichen Vorgangsweise.
Bewusstseinsbildung bzw. Akzeptanz der Betriebspolitik (Legitimation nach unten).
Input: Falter, Plakate, Broschüren, Diskussionsrunden, Referate
Angebot: Statt breite und frontale Information durch Experten, hat sich die Schulung von Multiplikatoren (peer education) im gesamten Präventionsbereich durchgesetzt. Damit ist die Schulung von Schlüsselpersonen gemeint, die ihrerseits Mitglieder der Zielgruppe der Adressaten sind[3]. Die Fortbildung wäre analog zu der Vorgesetztenschulung und würde sich mit dieser überlappen. Weitere Zielgruppen wären Betriebsräte, Sicherheitsfachkräfte etc.

Weitere Aufgaben

Eine betriebliche Interventionskette (Regelung wie von Seiten des/der Vorgesetzten vorgegangen werden soll). Diese Interventionsketten müssen innerbetrieblich abgesichert sein. Ein internes Hilfesystem bzw. die Kooperation mit Beratungs- und Therapieeinrichtungen Untersuchung und gegebenenfalls Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Eine erste Detailplanung sollte zumindest die Phasen 1 bis 4 umfassen.


[2] Das Beratungsangebot gilt für alle Phasen nach Bedarf!
[3] Ein Beispiel dafür ist die Schulung von Schülern bzw. Jugendlichen, die ihrerseits im Bereich der Gleichaltrigen präventiv wirksam werden.


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Betriebliche Suchtprävention...

...spart Geld und humanisiert das Arbeitsklima, denn vor allem die Alkoholabhängigkeit ist durch ihre Schwere, Verbreitung und langwierige Behandlung ein bedeutsamer betriebs– und volkswirtschaftlicher Kostenfaktor.


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